Ausstellungen

typisch deutsch!?

Die Deutschen sind zuverlässig, fleißig und trinken immer Bier. Ein Bild, das vor allem im Ausland weit verbreitet ist. Aber wie sehen sich eigentlich die Deutschen? Was bedeutet für uns „typisch deutsch!?“ – Sechs Designer und fünf Fotografen aus Deutschland haben ihre Landsleute – größtenteils mit einem Augenzwinkern – unter die Lupe genommen. Schwerpunktthemen, bei denen sich Designer und Fotografen ergänzen, sind zum Beispiel der deutsche Wald oder typisch deutsche Ballermann-Attitüden auf Mallorca.

Die Ausstellung vom 3. Oktober bis 3. November zeigt Fotografien von Ilona Habben, Andreas Herzau, Martin Kunze, Martin Langer und Marc Räder sowie Designobjekte von Volker Albus, Florian Borkenhagen, Büro für Gestaltungsfragen, Sybille Homann, Petra Pölking und Pool22 in der kulturreich Galerie Hamburg. Inspiriert von den diesjährigen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Hamburg haben Galeristin Ulrike Klug (kulturreich) und Design-Expertin Sigrid Brauer (public relations: living & design) elf Kreative eingeladen, „deutsche Phänomene“ aus ihrem Blickwinkel zu interpretieren und zu visualisieren, und herauszufinden, was „deutsch-sein“ ausmacht.

Während sich in Martin Langers Fotografien die deutsche Identität hintergründig im Klischee manifestiert, vertritt Andreas Herzau mit seinen Momentaufnahmen des Alltagslebens die These, dass sich an ihnen im Zeitalter der Globalisierung eine nationale Identität nicht mehr festmachen lässt. Martin Kunze hat sich auf den Weg gemacht, das Land auf einem Fußmarsch entlang der deutsch-deutschen Grenze zu erkunden und hat dabei ein Motiv im Besonderen im Blick: den Hochsitz. Marc Räder hingegen widmet sich mit einem Langzeitprojekt der deutschen Ferieninsel par excellence: Mallorca. Die Fotografin Ilona Habben hat das typisch Deutsche in Hamburg gesucht: Entstanden sind Porträts jenseits von Stereotypen, die sich durch Individualität auszeichnen. Die Designer vom Hamburger Büro für Gestaltungsfragen setzen sich mit dem Hang vieler Deutscher auseinander, territoriale Besitzansprüche anzumelden. Auch dem Thema „Die Deutschen und ihr Wald“ nähern sie sich mit viel Humor. Die Leidenschaft der Deutschen für Bier und ihren Garten steht im Mittelpunkt der Werke von Frank Hesselmann und Murat Kocyigit von Pool22. Wieder ein Getränk - nämlich Wein - ist das Thema der Hamburger Designerin Sybille Homann. Florian Borkenhagen setzt sich mit der in der deutschen Gastroszene oft üblichen Anweisung „Draußen nur Kännchen“ auseinander. Petra Pölking hingegen nimmt die deutsche Hochkultur aufs Korn, genauer gesagt: die deutschen Dichterikonen Schiller und Goethe. Und um das - aus der Sicht vieler Deutscher - manchmal etwas angespannte Verhältnis zwischen der Qualität eines Produktes und seinem Preis geht es Volker Albus.


Ausstellungsdauer: 03.10. - 03.11.2015

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